Was Sie vor dem Kauf eines Zielfernrohres wissen sollten!

Zielfernrohre sind wie Kimme und Korn und Leuchtpunktvisiere sogenannte Zielhilfen. Das besondere an Zielfernrohren ist die optische Vergrößerung des anvisierten Objektes, sowie die hohe erreichbare Präzision bei der Verwendung eines Zielfernrohrs. ZFs bestehen grundsätzlich aus mehreren optischen Linsen, die in einem Tubus gefasst sind, einem Absehen und einer Justiermöglichkeit.

Die Leistung eines Zielfernrohrs hängt von mehreren Faktoren und von deren Zusammenwirken ab: Von entscheidender Bedeutung ist natürlich die Optik, wobei es keinen Sinn ergibt, die optische Leistung allein an einem einzelnen Parameter wie etwa der Transmission zu bemessen. Viele andere Werte wie Kontrast, Auflösungsvermögen und die Qualität der Vergütungen müssen ebenfalls stimmen.

Ebenso wichtig ist aber die mechanische Qualität: Ein Zielfernrohr ist (nicht nur) beim Schuss extremen Belastungen ausgesetzt. Die muss das Zielfernrohr wegstecken.Außerdem soll es unempfindlich gegenüber Witterungseinflüssen sein. Es gilt, die geforderte Robustheit mit maximaler Präzision etwa der Absehenverstellung zu kombinieren. Das lässt sich nur verwirklichen, wenn in der Produktion von Optik und Mechanik minimale Toleranzen eingehalten und hochwertigste Materialien verwendet werden.

Das Zielfernrohr stellt mit Sicherheit einen der wichtigsten Ausrüstungsgegenstände dar. Präzision, Schussfestigkeit und optische Leistung (Lichtstärke) tragen entscheidend zur Schussleistung bei.

Welches Zielfernrohr das richtige ist, hängt hierbei von einigen Faktoren ab:

Verwendungszweckwelche Waffe wird genutztpersönliche Vorlieben das Absehen (und evtl. auch das Aussehen der Optik) betreffendfinanzielle Möglichkeiten

Auf dem Markt finden sich eine ganze Reihe von universell einsetzbaren Zielfernrohren. Zum Beispiel eignet sich ein Zielfernrohr mit 2-12facher Vergrößerung und einem Objektivdurchmesser von 50 Millimetern (2-12x50) für fast jeden Einsatzbereich. Egal ob sportlich oder bei der Jagd ist man mit diesen Werten relativ gut beraten. Auch Gläser mit drei bis fünfzehnfach oder drei bis achtzehnfacher Vergrößerung (3-15x50 / 3-18x50) sind sehr gängig und gehören in diese Kategorie.

Neben diesen gibt es Spezial-Zielfernrohre die beispielsweise ein sehr großes Objektiv und dadurch resultierend eine hohe Lichtstärke für den Einsatz bei schlechten Lichtverhältnissen haben oder ein ein extra großes Sehfeld aufweisen für eine schnelle Zielerfassung. Diese Gläser sind den Allroundern in ihrem jeweiligen Spezialgebiet natürlich überlegen. Man muss sich also die Frage stellen, ob es ein Zielfernrohr für ein möglichst breit gefächertes Einsatzgebiet, oder ein Glas für einen speziellen Zweck sein soll.

Ebenfalls ein wichtiger Punkt ist das Absehen eines Zielfernrohres. Hier gibt es ein sehr großes Angebot mit erheblichen Unterschieden. Es gibt Absehen die für die schnelle Zielerfassung auf kurze Distanzen prädistiniert sind, andere eignen sich besser für präzise Schüsse auf hohe Entfernungen. Der Jäger wird wohl eher zu einem Tageslichttauglichen Leuchtabsehen greifen, welches auch in der Dämmerung noch eine gute Lichtstärke bringt, während der Sportschütze mit einem feinen, unbeleuchteten Absehen in der Regel gut bedient ist.

Eine sehr entscheidende Rolle spielt natürlich auch der Preis beim Kauf eines Zielfernrohres. Wir bieten hier in einer Preisspanne bis zu 700,- Euro ein breit gefächertes Angebot mit den verschiedensten Vergrößerungen und Absehen, aber man muss nicht immer zum teuersten Zielfernorhr greifen um ein gutes Ergebnis zu erzielen.

Zuerst einmal hängt das benötigte Zielfernrohr von der Art der Jagd ab, eine Ansitzjagd benötigt eine andere Optik als eine Drückjagd.

Ein Drückjagdglas hat in der Regel eine geringe (oder gar keine) Vergrößerung, eine schlanke Bauform um ein störungsfreies Erfassen des Ziels mit beiden Augen zu ermöglichen und ein sehr großes Sehfeld. Zudem ist es in der Regel sehr leicht um das Handling der Waffe wenig zu beeinträchtigen und die Führigkeit beim Flüchtigschießen und Durchgehen zu erhalten.

Für die Ansitzjagd am Tage eignen sich die unter "Welches ist das richtige / beste Zielfernrohr für mich?" bereits angesprochenen Gläser in Vergrößerungen von zwei- bis ca. achtzehnfach mit einem 50er Objektiv hervorragend. Je nach Reviergröße kann die Vergrößerung hier auch in Dimensionen bis 25- oder gar 30-fach gehen. In der Dämmerung oder gar Nachts ist eher ein Glas mit 56er Objektiv ratsam um noch ein kleines bisschen mehr Lichtstärke herauszuholen.

Ein sehr wichtiger Punkt ist auch das Absehen des Glases. Bei der Ansitzjagd eignet sich ein Glas mit dem Absehen auf der 1. Bildebene, welches es uns ermöglicht die Entfernung zum Ziel zu berechnen um den Haltepunkt entsprechend anpassen zu können.

Auch wenn einem ältere Jäger gern etwas anderes erzählen: Ein Leuchtabsehen – und zwar ein auch bei Tageslicht funktionierendes – ist extrem sinnvoll. Es erleichtert und verbessert das Zielen und damit die Schießleistung erheblich weil sich der deutlich sichtbare Punkt viel besser vom Untergrund abhebt, als das unbeleuchtete Absehen vergangener Tage. Dies macht sich besonders beim Ansitz auf einen dunklen Waldrand stark bemerkbar.

Maßgeblich hängt die Wahl des Zielfernrohres hier von der Diszplin ab. Diese gibt in der Regel das zu verwendende Kaliber an (Schussfestigkeit) und sehr oft auch die maximal erlaubte Vergrößerung.

Grundsätzlich ist zu sagen, dass im Schießsport optische Parameter wie Sehfeld, Randschärfe und Dämmerungsleistung eines Zielfernrohrs eher zu vernachlässigen sind, da die Position des Ziels bekannt ist und in der Regel am Tage oder mit guter Beleuchtung geschoßen wird. In Long Range Disziplinen ist eine möglichst hohe Vergrößerung von bis zu 50-fach erforderlich, ab 12-facher Vergrößerung ist ein Parallaxen-Ausgleich unbedingt notwendig.

Ein Glas mit dem Absehen auf der 1. Bildebene ist nur bedingt zu empfehlen. Oftmals deckt hier das Absehen zu viel vom Ziel ab, so das ein präzises Zielen nicht mehr möglich ist.

Allen Zielfernrohren gemeinsam sind folgende Elemente:

- Ein röhrenförmiger Körper, der Tubus, welcher die optischen Elemente aufnimmt.

- Ein Objektiv, durch welches das Licht einfällt.

- Ein Umkehrlinsensystem oder ein Umkehrprismensystem zur Aufrichtung des Bildes.

- Ein Absehen, das zur Justierung nach oben und unten sowie zur Seite verstellbar ist.

- Ein Okular zur Betrachtung des Bildes und zur Scharfeinstellung auf die Bildebene.

- Eine Montage zur reproduzierbaren Ausrichtung gegenüber dem Messgerät oder der Schusswaffe.

Zusätzlich haben Zielfernrohre noch je nach Verwendungszweck

- Eine Beleuchtungseinrichtung oder ein beleuchtetes Absehen für den Einsatz bei schlechten Lichtbedingungen

- Eine Scharfeinstellung für variable Zielentfernungen (Parallaxenausgleich)

- Eine Libelle zur horizontalen Ausrichtung vor allem bei

- Variable Vergrößerung

- Einen Dioptrienausgleich

Die Angaben auf dem Zielfernrohn geben sowohl die Vergrößerung, als auch den Durchmesser des Objektivs an. Beispiel: 4x24 wäre ein Zielfernrohr mit 4-facher Vergrößerung und 24mm Objektivdurchmesser. Sind mehrere Werte vor dem Objektiv angegeben, steht der erste für die kleinst- und der zweite Wert für die größtmögliche Vergrößerung. 2-10x50 ist ein Zielfernrohr mit einer zwischen 2- und 10-fach verstellbaren Vergrößerung und 50mm Objektivdurchmesser.Eventuelle Buchstabencodes weisen auf das Absehen, die Beleuchtung des Absehens oder spezielle Linsen hin. Nur um einige zu nennen, da hier jeder Hersteller noch seine besonderen Bezeichnungen hat:

- AO = adjustable objective Parallxverstellung am Objektiv, allerdings wird manchmal auch fälschlich die Okularverstellung zum Scharfstellen bei Sehschwächen als "AO" bezeichnet.

- AOE = adjustable objective mit Absehenbeleuchtung

- WA = Wide Angle (Weitwinkel, also besonders großes Sichtfeld)

- PA = Parallax adjustment (die Parallaxe ist auf unterschiedliche Zielentfernungen einstellbar)

- IL = Illumination (das Absehen ist beleuchtet)

- FFP = First Focal Plane (Absehen auf der ersten Bildebene)

- SFP = Second Focal Plane (Absehen auf der zweiten Bildebene)

Bei vielen Gläsern treffen mehrere Kriterien zu, hier ist in der Regel dann das markanteste angegeben.

Das Absehen ist die Zieleinrichtung in einem Zielfernrohr, das sogenannte Fadenkreuz. Je nach Einsatzzweck des Zielfernrohrs (zum Beispiel Jagd, Schießsport, taktisch) kommen bevorzugt jeweils unterschiedliche Typen von Absehen zum Einsatz.

Bei Zielfernrohren unterscheidet man zwischen der europäischen und der amerikanischen Bauart. Zielfernrohre europäischer Bauart sind überwiegend Zielfernrohre mit dem Absehen in der ersten Bildebene, der Objektivbildebene. Zielfernrohren amerikanischer Bauart werden überwiegend mit einem Absehen in der zweiten Bildebene, der Okularbildebene, gefertigt. Dieser vermeintlich kleine Unterschied hat große Auswirkungen auf den Verwendungszweck, die Produktion und die Qualitätsanforderungen des Zielfernrohrs.

Profan ausgedrückt bedeutet dies, dass bei Absehen in der ersten Bildebene, sich der Absehendraht oder die Linse, auf die das Absehen geätzt wurde, vor dem Umkehrsystem des Zielfernrohrs befindet. Bei einem Absehen in der zweiten Bildebene befindet sich die geätzte Linse hinter dem Umkehrsystem. Hier wird also nur das Bild vergrößert in die zweite Bildebene projiziert, ohne dass das Absehen mitvergrößert wird.

Grundsätzlich ergeben sich daraus zwei in der Praxis offensichtliche Unterschiede für den Verbraucher zwischen den beiden Bauarten:

- Absehen in der ersten Bildebene werden leicht vergrößert, wirken somit nicht so fein wie Absehen in der zweiten Bildebene.

- Produktionsmängel, wie Staubeinschlüsse in der ersten Bildebene, haben gravierendere Auswirkungen auf das Bild der Optik. Qualitätsmängel sind relativ schnell erkennbar.

Durch moderne Fertigungsverfahren kann man diese Fehler jedoch ausgleichen. Heute ist es möglich Absehen in der ersten Bildebene zu produzieren, die genau so fein sind, wie Absehen in der zweiten Bildebene und Staubeinschlüsse in der Optik sind durch moderne Produktionsbedingungen nahezu ausgeschlossen.

Quelle: Deutscher Jagdblock

Zielfernrohre mit dem Absehen auf der 1. Bildebene sind eher für die Jagd geeignet und für sportliches Schießen nur bedingt brauchbar. Der große Vorteil ist hier zuerst einmal das man die Entfernung zum Ziel errechnen kann. Daraus resultierend kann man den Parallaxeausgleich entsprechend einstellen und/oder vor dem Schuß entsprechend anhalten. Dies ist ein Vorteil der beim sportlichen Schießen nicht zur Geltung kommt, da hier die Distanz zum Ziel in der Regel bekannt ist. Ein großer Nachteil beim sportlichen Schießen ist das sich vergrößernde Absehen, hier kann es bei steigender Vergrößerung schnell dazu kommen dass zu viel des Zielbereichs abgedeckt wird und ein präzises Zielen auf die "10" nicht mehr möglich ist.

Zielfernrohre mit dem Absehen auf der 2. Bildebene können grundsätzlich sowohl für die Jagd, als auch für sportliches Schießen verwendet werden. Sind bei der Jagd die Entfernungen zum Ziel aber nicht bereits bekannt (oft weiss man genau wie weit der Ansitz vom Waldrand entfernt ist), ist es etwas schwerer die Entferung zu errechnen. Man benötigt ebenfalls ein MilDot- oder Strichplattenabsehen, jedoch verändern sich die Abstände zwischen den Strichmarkierungen des Absehens mit dem Wechsel der Vergrößerung. Meistens hat man bei voller Vergrößerung die vom Hersteller angegebenen Maße. Diese halbieren oder verdoppeln sich beim Wechsel zur kleinsten bzw. größten Vergrößerung. Das Berechnen von Ablagen, Vorhaltemaßen oder die Haltepunktkorrektur wird hierdurch maßgeblich erschwert und verlangt ein hohes Maß an Übung.Dies kann man durch eine entsprechende Optik mit Parallaxenausgleich und Absehenschnellverstellung ausgleichen. Grundsätzlich braucht man auch hier eine genaue Kenntnis über die Funktionsweise des Zielfernrohrs und Übung, um so feine Instrumente richtig anwenden zu können.Alternativ bieten wir auch Entfernungsmesser an, welche das errechnen der Entfernung zum Ziel nicht notwendig machen.

Das Okular ist die dem Auge zugewandte Seite der Optik.

Die Aufgabe des Okulares ist es, das vom Objektiv erzeugte bzw. von den Prismen aufgerichtete Bild zu vergrößern. Wird richtig scharf gestellt (fokussiert), treten die Lichtstrahlen parallel aus dem Okular heraus und der Betrachter hat den Eindruck, entspannt in die Weite zu blicken.

Die optische Qualität (Farbkorrektur, Bildverzeichnung, Bildschärfe) wird durch die Güte des Okulars mitbestimmt.

Das Objektiv ist die dem Ziel zugewandte Seite der Optik. Oft wird über das Objektiv geredet, wenn die Frontlinse gemeint ist. Die Frontlinse ist die vorderste Linse des Objektivs. Formal gesehen ist ein Objektiv ein Linsensystem bestehend aus mehreren Linsen.

Das Objektiv ist der wichtigste Teil einer Optik, es sammelt das Licht auf einer größeren Fläche, als es das "unbewaffnete" Auge kann. Dadurch ist das Zielfernrohr in der Lage, entfernte Objekte mit hoher Auflösung vergrößert darzustellen. Der Durchmesser der vordersten Linse des Objektivs bestimmt, wie viel Licht in das Fernglas fällt und ist daher für die Helligkeit, die Austrittspupille und der Dämmerungszahl von großer Bedeutung.

Parallaxe ist ein Zielfehler, der entsteht, wenn ein Schütze nicht gerade durch das Zielfernrohr blickt, sondern schräg. Die optische Achse des Zielfernrohrs und die Sehachse des Schützen weichen dann voneinander ab.In der Folge sieht der Schütze das Absehen an eine andere Stelle verschoben ohne dies zu merken. Wird der Schuss ausgelöst, kommt es zu einer Treffpunktabweichung. Die meisten Zielfernrohre sind jedoch bis zu einer Entfernung von 100 Metern parallaxefrei, das heißt, es kommt zu keiner Treffpunktverlagerung, egal, wie man durch das Glas schaut.Beim Schießen auf wesentlich größere Entfernungen, muss das Glas entsprechend justiert werden, um auch auf diese Entfernung parallaxefrei zu sein. Der Parallaxeausgleich, mit dem diese Verstellung vorgenommen wird, ist also an Long Range- oder Weitschuss-Zielfernrohren eine sinnvolle Einrichtung.

Blickt man durch ein Zielfernrohr sieht man nur einen Ausschnitt des Bildes, welches man ohne Zielfernrohr überblickt. Die Größe des Bildausschnitts welche in Grad oder Metern angegeben wird, wird "Sehfeld" genannt. Die Angabe der Größe des Sehfeldes wird in der Regel auf eine Entfernung von 100 oder 1000 Meter angegeben.

Wichtig ist hierbei zu wissen, das die Randschärfe bei einer Optik aufgrund der Konstruktion der Linsen immer abnimmt. Die Linsen in einem Fernglas müssen aus technischen Gründen gewölbt sein, was logischerweise dazu führt das nur der Mittelpunkt wirklich 100% scharf ist. Dies fällt dem menschlichen Auge, welches leichte Unschärfen automatisch korrigiert, aber nur am Rand auf.Das Sehfehld und die Randschärfe gehen hier Hand in Hand, je nach Linse(n) ist ein größeres Sehfeld in der Regel nur auf Kosten einer reduzierten Randschärfe möglich. Eine perfekte Randschärfe ist nur durch eine Verkleinerung des Sehfeldes möglich.

Der Zoomfaktor ist eine Bezeichnung für den Vergrößerungsfaktor bei einem Zielfernrohr: Bei einer Vergrößerung von 1,5- bis 6fach hat das Zielfernrohr den Zoomfaktor 4 beziehungsweise einen vierfachen Zoomfaktor, denn sechs geteilt durch 1,5 ist vier. Ein 2-12fach Zielfernrohr hat dementsprechend den Zoomfaktor sechs.

Die Austrittspupille ist die kreisrunde Öffnung, die man sieht, wenn man das Okular eines Zielfernrohrs aus einer Entfernung von zirka 30 Zentimetern betrachtet. Die Größe der Austrittspupille lässt sich berechnen, indem man den Objektivdurchmesser durch die Vergrößerung teilt.Ein 8x56 Zielfernrohr hat also eine Austrittspupille von 7: 56:8=7. Die Austrittspupille ist eine rein rechnerische Größe und sagt über die tatsächliche Leistung einer Optik unter schlechten Lichtverhältnissen wenig aus.Die menschliche Pupille weitet sich in der Dunkelheit auf maximal sieben Millimeter, idealerweise ist die Austrittspupille eines Zielfernrohrs für den Einsatz in der Dämmerung nicht wesentlich kleiner.

Der Augenabstand ist die Entfernung zwischen Okularlinse und Auge, die es ermöglicht dass Zielbild in vollem Umfang und scharf zu sehen. Von Bedeutung ist der Augenabstand insbesondere bei Waffen mit starkem Rückstoss, da bei zu geringem Augenabstand das Zielfernrohr unschöne Platzwunden an der Augenbraue hinterlassen kann.Von interesse ist der Augenabstand und die entsprechende Montage des ZFs aber auch bei Zielfernrohren mit starker variabler Vergrößerung, da der richtige Augenabstand bei höchster Vergrößerung die größten Auswirkungen hat. Hier kommt zudem die Austrittspupille zum tragen, diese beschreibt den Durchmesser eines Kreises, in dem das Auge das Zielbild auffassen kann. Die Austrittspupille wird typischerweise bei höheren Vergrößerungen kleiner, entsprechend genau muss das Auge hinter dem ZF positioniert sein. Ist das Auge zu weit oder zu nahe am Okular, treten Abschattungen in den äußeren Bildrändern auf. Der richtige Augenabstand ermöglicht es, das gesamte Sehfeld des Zielfernrohres zu erfassen.

Speziell bei starken Kalibern ist die Schussfestigkeit der Optik ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl.

Bei der Schussabgabe wirken erhebliche Kräfte auf das Zielfernrohr ein. Zielfernrohre bezeichnet man als schussfest, wenn sie diese Kräfte aushalten, ohne dass sich am Gehäuse, der Mechanik oder am Absehen irgendwelche Veränderungen ergeben.

Aufgrund des hohen Qualitätsstandards bei Vector Optics ist die Schussfestigkeit von Zieloptiken garantiert.Natürlich darf man ausser der Schussfestigkeit des Zielfernrohres auch die verwendete Montage nicht ausser Acht lassen. Wir liefern selbstverständlich die zum Zielfernrohr  passende Montagen mit.

Die Lichtstärke bezeichnet den rechnerischen Helligkeitswert eines Fernglases. Die Formel zur Berechnung lautet: Objektivdurchmesser geteilt durch Vergrößerung, Ergebnis ins Quadrat. Beispiel: Das Zielfernrohr ist mit 4x32 angegeben, also lautet die Rechnung: 32 : 4 = 88 x 8 = 64.

Die Dämmerungszahl bezeichnet den rechnerischen Wert der etwas über die Fähigkeit aussagt, Details bei schlechten Lichtverhältnissen zu sehen. Der Wert liegt in der Regel zwischen 5 (schlecht) und 25 (sehr gut). BeiDie Formel zur Berechnung lautet: Wurzel aus Objektivdurchmesser mal Vergrößerung.

Beispiel bei einem mit 4x32 angegebenen Zielfernrohr: 32 x 4 = 128 Wurzel aus 128 = 11,31

Auch wenn ein Glas auf den ersten Blick vollkommen transparent wirkt, wird immer auch ein Teil des auftreffenden Lichts reflektiert. Ein modernes Objektiv besteht aber aus zahlreichen Linsen, und somit muss das Licht auf seinem Weg zum Auge viele Glasoberflächen passieren.

Das von der Linsenoberfläche zurückgeworfene Licht führt in einer Optik zu ungewollten und störenden Effekten wie Streulicht und reduziert die Gesamttransmission, d.h. wie viel Licht wirklich das Auge erreicht.

Ziel der Optikkonstrukteure ist deshalb, den Anteil des reflektierten Lichts möglichst gering zu halten. Erreicht wird dies durch eine Beschichtung auf der Oberfläche der Linse, der so genannten Vergütung.

Die Linsen der Zielfernrohre von Vector Optics werden von der Firma Schott in Deutschland hergestellt und im komplexen Multischicht-Verfahren vergütet (Multi-Coating) um die Reflektion für möglichst viele Wellenbereiche des Lichts zu minimieren. Dabei werden viele verschiedene Schichten aufeinander aufgebracht. Da sich die Schichten gegenseitig beeinflussen, ist die Berechnung einer Multischicht-Vergütung sehr komplex, wird aber mit Transmissionsraten von bis zu 99,9% pro Linse belohnt.

1MOA (eine Winkelminute) ist 1/60tel eines Winkelgrades. Bei einer Entfernung zum Ziel (100m) ergibt die Verstellung um 1MOA eine Verstellung von 2,91cm.

Erklärung:

Zielentfernung = Radius == 100m oder 10000cm

Kreisumfang = 2 x Radius x Pi == 628,31m oder 62831cm

1 Grad entspricht dann 1/360tel des Kreisumfangs, also 1,745m oder 174,5cm

1 MOA entspricht dann 1/60tel eines Grades == 0,02908882m oder 2,908882cm, gerundet 2,91cm

1 MOA    == 2,91cm je Klick auf 100m

1/2 MOA == 1,45cm je Klick auf 100m

1/4 MOA == 0,73cm je Klick auf 100m

1/8 MOA == 0,36cm je Klick auf 100m

Mill (Milliradian) sind ebenfalls Winkelangaben. Der Umgang mit Mills ist äquivalent zum Umgang mit MOA oder Grad.

Erklärung:

Bei der Berechnung von Rad bzw. Millirad wird die Strecke beschrieben, die auf einem Kreisumfang zurückgelegt wird.2 x Pi x Rad ) Umfang des Kreises (360 Grad)

Verhältnis MOA zu Millirad:

Ein Kreis hat 21600 MOA bzw. 6283,185... Millirad (dies entspricht 2 x Pi x 1000)Das Verhältnis ist folglich 1:3,437746770..., also gerundet entspricht 1 Millirad 3,438 MOA

Rechnung:1 MOA auf 100m = 2,91cm3,438MOA x 2,91cm (1 Millirad x 1MOA) = 10,00458cm, gerundet also 10,00cm.0,1 Millirad sind also 1cm auf 100m

Sowohl das Rotpunktvisier, als auch das Zielfernrohr haben Vorteile. Das Rotpunktvisier ist unübertroffen klein und leicht, eine damit ausgestattete Waffe ist folglich äußerst führig. Nichts stört den Überblick weniger als ein Rotpunktvisier: Beim Schießen mit zwei geöffneten Augen behält man optimalen Überblick über das Geschehen: In manchen Situationen ein Sicherheitsplus. Außerdem sind Rotpunktvisiere robust und deutlich preiswerter als ein hochwertiges Zielfernrohr: Sie bieten sich also als "Zielfernrohrschoner" für den Einsatz unter rauesten Bedingungen an.

Rotpunktvisiere sind Zieleinrichtungen für kurze und kürzeste Entfernungen. Der Anwendungsbereich von Rotpunktzieleinrichtungen überschneidet sich insofern mit dem von Zielfernrohren mit geringer Anfangsvergrößerung und Leuchtpunkt wie 1- bis 4- oder 1,5- bis 6fach.Nur in diesem Zusammenhang ergibt die Frage Sinn, was besser ist. Niemand käme auf die Idee, ein Zielfernrohr mit 8facher Vergrößerung und 56er Objektivdurchmesser mit einem Rotpunktvisier zu vergleichen.

Allerdings können gering vergrößernde Zielfernrohre ebenso vieles von dem, was ein Rotpunkvisier kann. Überdies bieten Zielfernrohre den entscheidenden Vorteil das die variable Vergrößerung auch gezielte Schüße auf weiter entfernte Ziele ermöglichen. Dies ist mit dem Rotpunktzielgerät erheblich schwieriger oder unmöglich. Als Alternative bieten wir hierzu Magnifier (Vergrößerer) an welche man einfach for das Rotpunktvisier klappen kann.

Bitte lesen Sie diese Anleitung zuerst komplett durch bevor Sie diese Schritt für Schritt in der Praxis abarbeiten!

Zuerst muss der Augenabstand richtig ermittelt werden, dieser ist bei jedem Zielfernrohr mit einem Bereich angegeben. Wir wählen als Maßstab immer die Mitte des Bereichs, bei einem angegebenen Augenabstand von 90-110mm ist also 100mm unser Ziel um möglichst flexibel zu sein.

In der Folge ist man am besten zu zweit, da bei angelegter Waffe die Position des Glases und somit der Montagepunkt für die Montage ausgemessen werden muss.

Nun können die Unterteile der Montage auf der Schiene Montiert werden.ACHTUNG: Um der Bewegungsenergie beim Schuß entgegenzuwirken und ein mögliches Verschieben auf der Schiene zu verhindern, wird die Montage beim Repetierer immer Richtung Lauf gegen den nächsten Stollen der Schiene gedrückt. Beim Selbstlader muss die Montage nach hinten, also Richtung Schaft gegen den nächsten Stollen gedrückt werden.

Keinesfalls eine Montage nach vorn und eine nach hinten schieben, dies kann ungewollt Spannungen verursachen und zu Schäden am Zielfernrohr führen!

Als nächstes legen Sie auf die unteren Montagehälften ein Stück dünnen Gummi, hierzu eignen sich zum Beispiel zugeschnittene Stücke von Einweg-Latexhandschuhe ideal. Dadurch erhalten Sie eine höhere Haftentwicklung zwischen Zielfernrohr und Montage was ein verrutschen verhindert. Die Ringe mit der Optik zu verkleben ist eine Möglichkeit, allerdings nicht ratsam. Erstens ist dies nicht notwendig und zweitens lässt sich das Stück Latex Rückstandslos entfernen.Viele Montage haben einen kleinen Gummistreifen im Lieferumfang, dieser kann natürlich auch verwendet werde. Ebenfalls gibt es Montage die bereits einen Gummistreifen in die Montage geklebt haben, dann kann dieser Schritt übersprungen werden.

Jetzt kann das Zielfernrohr grob ausgerichtet in die Montage gelegt und die oberen Hälften der Montage leicht so angeschraubt werden, dass unser Glas sich noch bewegen lässt. Hierbei ist zu beachten das der Spalt zwischen den Montagehälften etwa gleich groß ist.

Um nun das Glas auf die Waffe auszurichten helfen Sie sich ganz einfach mit einem Gegenstand mit 2 genau parallelen Seiten. Jedes Zielfernrohr hat an der Unterseite der Turmsektion eine Fläche und wir verkanten den Hilfsgegenstand mit dieser Fläche um diese genau Parallel zur Montageschiene auszurichten.

Sobald das Glas ausgerichtet ist, die Schrauben der Montage über Kreuz mit 1,5-2 Nm anziehen.Achtung: Ein zu festes Anziehen kann zum Klemmen der Verstelleinrichtungen oder gar Beschädigungen im Zielfernrohr führen auch wenn von außen keine Verformung des Tubus feststellbar ist!Sollten derlei defekte Auftreten, haftet die Garantie des Herstellers nicht.

Ein Zielfernrohr funktioniert nicht einfach, es muss zuerst einmal vom Schützen entsprechend eingestellt werden, damit es mit der Waffe harmoniert. Optimalerweise wird eine Optik vom Besitzer selbst Kontroll- und Eingeschossen, denn jeder Mensch "guckt" anders. 

Vorbereitung:

- Waffe vollständig reinigen

- Patronenlager Ölfrei

- Sauberer und entölter Lauf ohne jegliche Verschmutzungen / Geschossrückstände

- Zielfernrohrmontage auf festen Sitz überprüft (Oft Ursache von Zielfehlern was erst spät oder manchmal gar nicht bemerkt wird)

Zum Einschießen wird benötigt:

zwingend:

- Ausreichend Munition mit gleicher Losnummer ( Eine andere Chargen-Nummer kann bei gleicher Laborierung nämlich auch eine andere Treffpunktlage bedeuten.)

optional:

- Sightmark (hierbei handelt es sich um eine Patrone mit einem Laser, diese wird ins Patronenlager eingeführt und zeigt die Trefferlage an)

- Ein Einschießbock (nur so können wirklich reproduzierbare Ergebnisse erzielt werden)

In der Regel wird ein Gewehr auf 100m eingeschossen und dann je nach Entfernung über den parallaxenausgleich entsprechend angepasst. Begonnen wird allerdings auf eine kürzere Distanz. Dies geschieht zweckmäßigerweise auf der 25m Bahn, denn dort droht nicht die Gefahr, dass ein stark abweichender Schuss die Schießanlage zerstört, was unangenehme Folgekosten verursacht. Wir führen das Sightmark ins Patronenlager ein, richten den Laserpunkt auf die Zielscheibe aus und justieren unser Zielfernrohr so das sich der Mittelpunkt des Absehens mit dem Punkt des Lasers deckt. Danach entfernen wir das Sightmark wieder und führen den sogenannten "Anschuß" durch. Es werden mindestens 3, besser 5 Schüße auf den gleichen Haltepunkt abgegeben um die Trefferelage beurteilen zu können.

Die Körper- und Sitzhaltung muss hierfür möglichst bequem sein, sodass die Waffe nahezu spannungsfrei gehandhabt werden kann. Außerdem sollte möglichst aufrecht gesessen und die Höhe der Auflage so eingerichtet werden, dass die Schaftkappe voll in die Schulter eingezogen werden kann. So wird der Rückstoß gut abgefangen.Beide Arme samt Ellenbogen müssen aufliegen, um die waffenseitige Präzision voll ausnutzen zu können. Mit der freien Hand nicht auf das Zielfernrohr oder den Lauf drücken, sondern allenfalls den Hinterschaft unterstützen.

Für die Schussabgabe selbst sollten Sie Ihren Atem kontrollieren und „richtig“ Abziehen:Nach einem tiefen Atemzug wieder halb ausatmen und anschließend die Luft anhalten. Den Druck des genau von vorn an den Abzug angelegten vordersten Glieds des Zeigefingers langsam und gleichmäßig erhöhen bis Sie vom Schuss „überrascht“ werden. Diese Atemkontrolle verhindert Zielfehler durch Bewegungen die der Körper automatisch beim Ein- und Ausatmen macht.

Schießt die Waffe nicht dorthin, wohin sie soll, muss sie neu eingeschossen werden. Dazu wird der Abstand (Höhen- und Seitenabweichung des Gruppenmittelpunktes) vom Haltepunkt gemessen und das Zielfernrohr justiert. Man muss es dahin drehen, wohin der Schuss gehen soll. Passt dies auf 25m, gehen wir auf die 100m Bahn und wiederholen den Vorgang.

Beim Einschießen sollten Streukreise von maximal 5 Zentimetern erreicht werden. Je geringer, desto besser!

Glasflächen sind empfindlich, deshalb sollte man das Zielfernrohr möglichst von Verschmutzung frei halten. Das bedeutet, dass die Schutzdeckel nach dem Einsatz immer wieder auf Objektive und Okulare gesetzt werden sollen. Es sollte selbstverständlich sein, die Linsen nicht mit den Fingern zu berühren. Auch das "Abwischen" der Objektive mit einem Kleidungstsück ist natürlich ein absolutes Tabu.

Natürlich kann man Schmutz nicht vermeiden, ein Zielfernrohr ist zum Gebrauch gedacht und nicht für die Vitrine. Häufige Verschmutzung tritt am Okular auf. Durch Wimpern, Schuppen und Fett, können die Okularlinsen verschmutzen. Aber auch auf dem Objektiv des Fernglases kann sich Staub ablagern.

Die Zielfernrohre von Vector Optics sind wie die der meisten Hersteller mit Stickstoff gefüllt und somit auch Wasserdicht. Spülen Sie die Linse also einfach unter dem laufenden Wasserhahn mit lauwarmem Wasser aus. Es kann ohne Bedenken auch Spülmittel zur Entfettung genutzt werden falls man doch mal einen Fingerabdruck hinterlassen hat. Danach lassen Sie das Glas einfach trocknen. Wenn Sie ganz sicher sind, dass lein Sand und Staub mehr Ihre Linsen zerkratzen kann, polieren Sie die Okulare und Objektive mit dem mitgelieferten Mikrofasertuch.Unterstützend kann auch Alkohol oder eine spezielle Reinigungsflüssigkeit verwendet werden. Brillenputztücher sind zuweilen auch hilfreich.

Wichtig: Immer zuerst mit Wasser die Gläser abspülen um alle Staubpartikel zu entfernen, erst danach mit dem Tuch arbeiten.

Fingerabdrücke, Öl- oder Wasserflecken sollte man sofort beseitigen, denn die Säuren der Haut können die Beschichtung und das Glas angreifen und es können bleibende Flecken entstehen. Das alleinige Reinigen mit Lösungsmitteln verteilt häufig nur den Schmutz. Daher müssen diese Verunreinigungen mit milder Seife (keine parfümierte oder rückfettende Seife), oder einer anderen Reinigungsflüssigkeit, von der optischen Oberfläche entfernt werden. Die Optik wird dann mit Wasser (ideal destilliertes Wasser da dies keine Kalkflecken hinterlässt) und anschließend mit Alkohol gespült.

Achtung: Wie bereits erwähnt sind Ferngläser von Vector Optics zwar prinizpiell wasserdicht, dennoch sollten Sie das Glas nicht ins Wasser tauchen, bitte nur unter laufendem Wasser ausspülen.

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